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E-Commerce Berlin Expo 2024 - Qapla'
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eCommerce Berlin Expo 2024: Ideen und Highlights

Die eCommerce Berlin Expo ist eine der wichtigsten europäischen Veranstaltungen für den eCommerce-Sektor in Europa. Die Ausgabe 2024, an der wichtige Führungspositionen von Qapla’ teilnahmen, erwies sich, aufgrund der anwesenden Teilnehmer und der Qualität der Inhalte der Speech auf der Bühne, als hoch international. An der Veranstaltung nahmen mehr als 11.000 Besucher teil, davon 71 % aus Deutschland und die restlichen 29 % aus dem Ausland.
Auf den 5 Bühnen innerhalb des Ausstellungsbereichs wechselten sich viele Key Speaker des deutschen und internationalen Online-Shoppings ab, darunter Alibaba, Otto, Hellofresh, IKEA, Idealo, SAP, Unilevel, Casio, TikTok und viele andere.

Wir fassen hier einige der bedeutendsten Interventionen der Messe im Herzen der deutschen Hauptstadt zusammen:
  • Der Trend des eCommerce in Deutschland im Jahr 2024
  • Veränderungen im Verbraucherverhalten: Die Sicht von Philips
  • IKEA und die Verbreitung des Omnichannel-eCommerce
  • Die positiven Effekte der Delivery Experience: Daten von Uber Direct
Einer der interessantesten Vorträge betraf sicherlich den Trend des eCommerce in Deutschland von Efe von Thenen, Vorstandsvorsitzender der eCommerce Berlin Expo und CMO von ePages. In Deutschland, wie auch im restlichen Europa, ist der Boom des Online-Verkaufs schon vor einiger Zeit zu Ende: E-Shopper sind deutlich vorsichtiger und aufmerksamer beim Kauf, auch wenn sich die Verbraucherstimmung nach dem starken Rückgang Ende 2022 aufgrund der Inflation langsam erholt beschleunigt. Wir beobachten eine stärkere Nachfrage nach Erlebnissen statt nach Produkten und ein immer größeres Bewusstsein für Sparen und Ökologie. Dies führt zu einem starken Wachstum des „Second-Hand“-Marktes und verwandter Plattformen (Vinted, Wallapop,…). Ein weiterer interessanter Befund ist der Aufstieg asiatischer Marktplätze in Deutschland: Dies ist der Fall von Shein und Temu. Eine aktuelle Umfrage ergab eine größere Aufgeschlossenheit der deutschen eShopper gegenüber diesen Marktplätzen. 22,1 % der Befragten reagierten im Jahr 2023 sehr positiv auf die Möglichkeit, das gleiche Produkt zu einem günstigeren Preis in einem ausländischen Geschäft zu kaufen, während dieser Prozentsatz im Jahr 2022 nur 16,8 % betrug.
ascesa marketplace asiatici Germania - E-Commerce Berlin Expo 2024
Serkan Otles, Senior Director von Philips, betrat die Bühne der „eCommerce Berlin Expo“ mit einem Vortrag über neue Verbrauchertrends. Aus seiner Sicht ist der eShopper heute zunächst mehr am Gesamtwert der von ihm bewerteten Waren interessiert als an der Suche nach dem niedrigsten Preis. Darüber hinaus haben das Vertrauen und die Erwartungen gegenüber Marken abgenommen: Verbraucher suchen eigenständig nach Lösungen, ohne diese von Händlern zu erwarten, und stehen Marketingbotschaften skeptischer gegenüber. Er ist kein passiver Empfänger mehr, sondern kreiert seinerseits häufig Inhalte und sucht nach sinnvollen Erfahrungen und kollektiven Vorteilen, die über einfache Produkte oder Dienstleistungen hinausgehen.

Wie reagiert man auf diese Veränderungen?

Der Schlüssel liegt laut Otles im kundenorientierten Ansatz, der entsprechend dem bisher skizzierten neuen Profil aktualisiert werden soll. Die Kundenprofile bzw. die Buyer-Personas deines eCommerce müssen überprüft werden, um sie in den Kanälen zu erreichen, in denen sie präsent sind, und um deine Geschäftsstrategie anzupassen. Um zu verstehen, welche Hebel den Verbraucher der Gegenwart und Zukunft aktivieren, ist eine detaillierte Analyse auf Basis von Daten erforderlich.
Speech di IKEA a E-Commerce Berlin Expo 2024
In den letzten zwei Jahren zielten die Bemühungen von IKEA hauptsächlich auf die Entwicklung des Cross-Channel-Erlebnisses ab. Wie Farzin Saber, VP Digital Project Office bei IKEA, auf der eCommerce Berlin 2024 erklärte, lag der Fokus auf der Vervielfachung von Touchpoints, um den Marktanteil zu erhöhen und ein optimales Omnichannel-Erlebnis zu gewährleisten und gleichzeitig die Gewinnmargen dank Skaleneffekten zu steigern. Heutzutage betrachtet nur noch eine Minderheit der Nutzer IKEA-Artikel nur offline oder nur online: Der Übergang von physisch zu virtuell ist zunehmend eine etablierte Gewohnheit. Jeder Kanal trägt auf unterschiedliche Weise zum Gesamterlebnis des IKEA-Kunden bei: Beispielsweise beinhaltet der „Cash & Carry“-Kauf die Sofortbonuskomponente, die die Navigation auf der Website oder in der App nicht ersetzen kann, während letztere den unersetzlichen Vorteil der Individualisierung bietet und ständige Erreichbarkeit.
Uber Direct konzentrierte seinen Vortrag auf ein Thema, das uns sehr am Herzen liegt: die positiven Auswirkungen des Liefererlebnisses. Uber Direct stellt sein Fahrernetzwerk externen Unternehmen zur Verfügung, einschließlich eCommerce. Dabei handelt es sich offensichtlich um einen Express-Versanddienst, der für Online-Verkäufer mittlerweile unverzichtbar ist: 63 % der Verbraucher geben an, dass sie einen Mitbewerber mit Express-Lieferungen anderen vorziehen würden, wenn alle anderen Konditionen vergleichbar wären.

Aus der großen Menge der verwalteten Lieferungen konnte er folgende Beweise gewinnen:

  • Das Liefererlebnis hat Einfluss auf die Kundenzufriedenheit auch in Bezug auf das gekaufte Produkt: 75 % der Verbraucher schätzen es nach einem positiven Liefererlebnis mehr;
  • Die Aktualisierung der Sendungsverfolgung gibt dem Kunden Sicherheit und Erleichterung (bei 60 % bzw. 54 % der Befragten) und erhöht vor allem das Vertrauen in den Händler (bei 43 % der Befragten).
  • Ein positives Liefererlebnis erhöht die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Kaufs im selben Shop (für 94 % der Verbraucher) oder von Mundpropaganda (92 %).

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